DIE ENTWICKLUNG DER COMPUTERTECHNOLOGIE
- von Konrad Zuse bis zum Quantenrechner -
Als das erste Hilfsmittel, um Rechnungen zu vereinfachen, gilt der Abakus. In einigen Ländern
im südlichen Raum wird er immer noch verwendet und wurde wahrscheinlich schon im antiken Rom zur
Vereinfachung von Addition und Subtraktion eingesetzt.
Ein solcher Abakus besteht aus einer Platte aus Stein oder Holz, in deren parallel verlaufenden Stäben
Steine aufgereiht und nach komplizierten Verfahren verschoben werden können. Die erste Reihe stellt die
Einerstelle der Zahlen dar, die zweite die Zehnerstelle, die dritte die Hunderterstelle und so fort.
Auch andere, aufgrund der nötigen Präzision zumeist von Uhrmachern hergestellte
Rechenmaschinen (wie auch die des Mathematikers Leibniz) konnten sich nicht durchsetzen.
Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts etablierte Charles Xavier Thomas eine Rechenmaschine,
die die vier Grundrechenarten und das Verwalten von Zwischenergebnissen beherrschte und - ähnlich
einer mechanischen Schreibmaschine - sogar Ergebnisse ausdrucken konnte.
Derartige Rechenmaschinen wurden nach und nach immer mehr in der Wissenschaft, aber auch in der
Verwaltung beim Staat eingesetzt.
Wissenschaftler, insbesondere Mathematiker, Physiker und auch Astronomen, arbeiteten zu Beginn des
19. Jahrhunderts vorwiegend mit Tabellen. Der englische Mathematiker Charles Babbage erkannte, dass
eine Maschine, welche auch nach komplexen Algorithmen rechnen und die Ergebnisse ausdrucken konnte,
von großer Bedeutung sein würde. Könnte er eine derartige Maschine bauen, so wären zwei Fehlerquellen
in der Tabellenerstellung beseitigt: das Berechnen und das Setzen der Tabellen durch einen Menschen.
Charles Babbage arbeitete daran und hatte im Jahre 1822 ein funktionierendes Modell zu
Demonstrationszwecken erstellt. Ein Jahr später wurde, mit finanzieller Unterstützung der
britischen Regierung, die eigentliche Rechenmaschine fertiggestellt. Diese sogenannte
"Difference Engine", also Differenzmaschine, konnte die Tabellen völlig automatisch nach
einem festgelegten Programm berechnen und ausdrucken.
Babbage wurde klar, dass das starre Programm der Difference Engine, die nur Addition und
Subtraktion ausführen konnte, ein Problem darstellte, da für jede Art von Tabellen eine
neue Rechenmaschine in aufwendiger Arbeit erstellt werden musste.
Babbages stellte seine Pläne komplett fertig, doch die "Analytische Maschine" wurde nie gebaut:
Es fehlte die Technik, um die Einzelteile der Maschine präzise genug herzustellen.
(Ein erst vor wenigen Jahren erfolgter Nachbau zeigte, dass die Pläne einwandfrei sind - die Rechenmaschine
funktionierte einwandfrei!)
Doch die Arbeit des Mathematikers, der seiner Zeit weit voraus war, war nicht umsonst gewesen:
In den Plänen der "Analytische Maschine" waren bereits die heutigen Grundelemente eines
Computers definiert. Die Maschine besaß bereits einen Speicher für 1000 Ziffern, der als
Kurzzeitgedächtnis für temporäre Variablen genutzt werden sollte, eine Recheneinheit,
die Befehle ausführen konnte sowie eine programmierbare Einheit. Diese programmierbare
Einheit unterschied die "Analytische Maschine" grundlegend von der "Differenzmaschine",
denn die neue Rechenmaschine kann im Prinzip jede mögliche Berechnung durchführen, sofern dafür ein
Programm geschrieben wird.
Diese Programme sollten über Lochkarten in die Rechenmaschine eingegeben werden.
Auch wenn wir heute Lochkarten mit Großrechnern von IBM in Verbindung bringen, so stammt
die Technik dazu aus dem 17. Jahrhundert, wo sie erstmals für Webstühle verwendet wurde.
Diese lochkartengesteuerten Webstühle hatten den großen Vorteil, dass immer wieder ein und
das selbe Muster gewebt werden konnte, ohne dass dies von einem Mensch durchgeführt werden musste.
Das Verfahren zur Verarbeitung von Daten mittels Lochkarten wurde von dem deutsch-amerikanischen
Ingenieur Hermann Hollerith entwickelt und fand erstmals bei der amerikanischen Volkszählung 1890
Verwendung.
Die Lochkarte, die bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts verwendet wurde, stellt damit das
Computermedium dar, das am längsten verwendet wurde.
hängt von der verwendeten Antenne ab.
2.2 Lochkartentechnik
Lochkartenmaschinen (mechanisch)
a) Der Locher (IBM 66)
Die ungelochten Karten ("Blanko-Karten") werden in das Kartenmagazin des Lochers eingelegt.
Für den Durchlauf der Lochkarte wird eine Tastatur, ähnlich einer Schreibmaschine, bedient.
Die Karte gelangt vom Kartenmagazin ins Kartenbett, von dort zur Lochstation, dann zur
Abfühlstation und schließlich in die Kartenablage. Um die Karte vom Kartenmagazin ins Kartenbett
zu befördern, muß die Zufuhrtaste bedient werden. Wenn sie ein zweites Mal betätigt wird, gelangt
die nächste Karte ins Kartenbett und die erste in die Lochstation.
Mit einem Schalter lässt sich auch eine automatische Kartenzuführung einstellen.
In der Lochstation erfolgt die Stanzung seriell, Spalte für Spalte.
Hat die 80. Spalte die Lochstation durchschritten, wandert die Karte zur Abfühlstation und
gleichzeitig die zweite Karte zur Lochstation. Erst wenn die dritte Karte zur Lochstation
herangeführt wird, gelangt die erste zur Kartenablage.
Oft wiederholen sich die Angaben bei mehreren hintereinanderliegenden oder allen Karten eines
Arbeitsganges in bestimmten Spalten.
Mit dem Schalter "Duplizieren" kann man sich nochmaliges Lochen ersparen.
Hierbei werden die Lochungen der Karte, die gerade unter der Abfühlstation liegt, auf die nächstfolgende
Karte übertragen.
Auch die Abfühlung erfolgt seriell, Spalte für Spalte. Wenn unter der Abfühlstation die Spalte 1
der Karte A liegt, so befindet sich unter der Lochstation ebenfalls die Spalte 1 der nächsten Karte B,
in die beim Duplizieren der Wert der abgefühlten Karte übertragen wird. Der Spaltenanzeiger zeigt an,
welche Lochspalte sich gerade unter der Stanzung befindet. Man kann z.B. feststellen, wann das zu
duplizierende Feld beendet ist und die Taste "Duplizieren" freigegeben werden muß. Sind die Lochungen
auf einer Karte vor der letzten Spalte beendet, kann die Sprungtaste bedient werden. Die Stanzung der
Karte wird beendet, die Karte wird sofort automatisch zur Abfühlstation geleitet und die
nächstfolgende Karte zur Lochstation.
b) Der Prüfer
Nach dem Lochen kann man sich nicht sicher sein, daß tatsächlich alle abzulochenden Daten richtig
und vollständig übernommen wurden. Daher wurde ein spezielles Gerät entwickelt, das die Korrektheit
der Karten überprüfen kann. Es wird ein elektrischer Kontaktkreis geschlossen, wenn an der Stelle,
an der eine Lochung erfolgen sollte, tatsächlich eine solche erkannt wird. Wenn dies nicht der Fall ist,
leuchtet eine Prüflampe auf, und die Tastatur ist gesperrt. Die so als fehlerhaft erkannte Karte wird
von Hand entfernt und es wird eine neue Karte gelocht. Die geprüften Karten erhalten eine Prüfkerbe.
c) Der Sortierer
Die Sortiermaschine wird eingesetzt, um eine Anzahl von Karten nach einem zuvor eingestellten System
zu sortieren. Wie beim Lochen erfolgt auch das Ordnen von Lochkarten halbautomatisch. Die
Sortiermaschine hat ein Kartenzufuhrmagazin mit einem Fassungsvermögen von ca. 800 Lochkarten.
Zwischen Kartenzufuhrmagazin und den Ablagefächern liegt eine Lesestation, die in der Lage ist,
jeweils eine Spalte einer Lochkarten nach den Stanzmerkmalen zu untersuchen und z.B. bei Erkennen
einer 4 die Lochkarte in das Fach 4 zu steuern.
d) Der Mischer
Der Kartenmischer hat zwei Kartenzuführung und mindestens vier Ablagefächer (einige ältere Modelle
hatten drei Fächer). Die Arbeiten des Mischers werden von auswechselbaren Schalttafeln (eine
Schalttafel besitzt viele Buchsen mit bestimmten Funktionen, die Schaltanweisungen werden mittels
Schaltschnüren aneinandergereiht) gesteuert. Er besitzt die Fähigkeit, einen Vergleich von zwei
Werten vorzunehmen. Die grundsätzliche Aufgabe des Mischers besteht darin, zwei nach demselbsen
Ordnungsbegriff sortierte Kartenpakete in einer sinnvolle Ordnung zusammenzuführen. Die Funktion
des Mischers ist gegenüber denen einer Sortiermaschine erweitert. Die Lesegeschwindigkeit der
Kartenmischer beträgt 14400 bis 39000 oder 60000 Kartendurchläufe pro Stunde.
e) Der Kartendoppler
Der Kartendoppler (z.B. IBM Modell A514 oder Modell 519 mit je 6000 Kartendurchläufen je Stunde)
kann als eine Zusatzmaschine zu den Grundmaschinen - Locher und Sortiermaschine - des
Lochkartenverfahrens bezeichnet werden. Die Bezeichung "Zusatzmaschine" sollte aber keineswegs über
deren Nutzwert hinwegtäuschen. Der Kartendoppler besteht aus der Kartenlese- und Kartenstanzeinheit
und vereinigt die Funktionen Doppeln, Stanzen, Summenstanzen, Zeichenlochen, Vergleichen.
f) Der Rechenstanzer
Grundsätzlich sind zwei Kategorien von Rechenstanzern zu unterscheiden, nämlich der rein
mechanische Rechenstanzer und der elektronische Rechenstanzer (z.B. IBM Modell 602 mit
6000 Kartenstanzungen pro Stunde oder IBM Modell 609 mit 12000 Kartenstanzungen pro Stunde).
Bei beiden Kategorien ist das Prinzip der mechanischen Ein- und Ausgabe mit Hilfe der
Lochkarten identisch. Der wesentliche Unterschied besteht in der unterschiedlichen Durchführung der Rechenoperationen und Speicherung der Informationen.
Während der rein mechanische Rechenstanzer mit mechanischen Zählwerken und Speichern arbeitet,
werden die Operationen und Ergebnisse beim elektronischen Stanzer mit Hilfe von Elektronenröhren
oder Kernspeichern (siehe "5. Die Einteilung in Computergenerationen": Durch diese sogenannten
"Kernspeicher" liefen drei Drähte, wodurch die gespeicherten Informationen mittels
elektrischer Impulse verändert werden konnten. Zehntausende solcher scheibenförmiger
Kerne wurden in einem quadratischen Gehäuse mit einer Seitenlänge von mehreren Zentimetern
miteinander verbunden.) durchgeführt bzw. gespeichert, und zwar nach dem Dualsystem, das später auch
bei den elektronischen Datenverarbeitungsanlagen mit Erfolg angewandt wurde. Das Dualsystem bietet
den Vorteil einer enormen Rechengeschwindigkeit, die bei rein mechanisch arbeitenden
Rechenstanzern niemals erreicht werden kann, obwohl beiden Rechenstanzer-Kategorien das
Rechnen der vier Grundrechenarten und deren Kombinationen untereinander gmeinsam ist.
g) Die Tabelliermaschine
Die Steuerung der Daten erfolgt mit bestimmten Instruktionen, die der Tabelliermaschine über eine
Schalttafel vorgegeben werden können. Mit einer Tabelliermaschine können Werte auch addiert,
subtrahiert und mit einer Sondereinrichtung multipliziert und dividiert werden. Damit können in
den zu erstellenden Berichten Zwischen- und Endsummen gebildet werden, die als Dispositionsgrundlage
unerläßlich sind. Ein Schreibwerk ermöglicht schließlich, auf Grund der Eingabedaten Berichte zu
erstellen, und zwar mit einer Geschwindigkeit von bis 9000 Zeilen in der Stunde.
Diese mechanischen oder halbmechanischen Anlagen waren sehr störanfällig.
Zudem versuchten die Angestellten, die die Lochkartenmaschinen bedienten, desöfteren diese zu
manipulieren, um zusätzliche Ruhepausen bei den monotonen Tätigkeiten zu erhalten.
Auch wenn die Lochkartenmaschinen funktionierten, fehlte ihnen noch immer etwas, was Babbage bei
seiner "Analytischen Maschine" vorgesehen hatte: der Speicher. Die Maschine sollte diesen Speicher
als leicht zugängliches "Kurzzeitgedächtnis" verwenden, in der Art, wie man bei komplexen Berechnungen
Zwischenergebnisse notiert.
2.3 Die Erfindung des Speichers
Die bis dahin verwendeten mechanischen Rechenanlagen besitzen den großen Nachteil, dass alle
Bauteile sich nahe beeinander befinden müssen, da eine mechanische Übertragung über weite Strecken nicht
möglich ist. Außerdem müssen alle Bauteile umständlich miteinander in Verbindung gebracht werden.
Mittels elektrischer Energie lässt sich dieses Problem lösen. Elektrizität lässt sich problemlos
kilometerweit übertragen und auch sehr leicht verstärken.
Als signalverstärkendes Bauelement wurde das Relais eingesetzt. Bei einem Relais wird eine kleine
Spannung in eine Bewegung umgewandelt, welche wiederum einen Schalter ansteuert.
Solche Relais kamen schon sehr früh zum Einsatz, und zwar in der telefonischen Vermittlungstechnik,
da hier die Speicherung der aufeinanderfolgenden Ziffern der angewählten Telefonnummern notwendig war.
Die erste Lösung für einen elektromechanischen Speicher in Rechenanlagen bestand aus einem solchen Relais.
Der Schalter wird von einer Feder in einer Position gehalten und kann durch einen Elektromagneten in
eine andere Position gebracht werden. Wenn kein Strom durch den Elektromagneten fließt, bleibt der
Schalter in der Position "Reset" (Null), fließt ausreichend Strom durch den Elektromagneten, so wird
der Schalter auf "Set" (Eins) gebracht.
Ein Relais bietet aber noch weitere Vorteile. Bereits 1854 hat George Boole nachgewiesen, dass man
mit Hilfe einfachster Logikelemente alle Rechenfunktionen durchführen kann.
Und so wurde die Funktion des Relais erweitert: Das Relais war nun nicht mehr nur ein Speicherelement,
sondern diente auch als Rechenelement.
Die Verwendung elektromechanischer Relais setzte sich durch. An der Harvard University wurde zu Beginn
der 40er Jahre ein riesiger Computer mit dem Namen MarkI gebaut. MarkI konnte Daten und
Befehle von Lochkarten lesen und bestand auf fast einer Million Einzelteilen.
Wenn er in Betrieb war, erzeugte das An- und Ausschalten der Relais ein klickendes Geräusch.
In der Röhrentechnik besteht die Diode aus einer vakuumgefüllten Glas- oder Stahlhülle mit zwei
Elektroden: die Kathode, ein erhitzter Glühfaden oder eine erwärmte Metallröhre, welche durch die
Erwärmung Elektronen abgibt, sowie die Anode, eine Platte, die die Elektronen aufnimmt.
Die Schaltungseigenschaften entsprechen denen heutiger Halbleiterdioden:
Es fließt nur dann Strom, wenn die Anode an den positiven Pol angeschlossen ist; ist die
Anode negativ geschaltet, so fließt kein Strom. Wird ein Wechelstrom an die Anode angelegt, lässt die
Diode nur während der positiven Hälfte des Zyklus Strom durch und kann daher als Gleichrichter
verwendet werden.
Die erste Vakuumröhrendiode wurde von dem englischen Physiker John Fleming im Jahre 1904 entwickelt.
Die Triode war über viele Jahre hinweg das wichtigste elektronische Bauelement zur Verstärkung von
Strom. Mittels einer Triode lassen sich elektrische Ströme steuern und elektrische Signale bearbeiten.
Die Triode stellt eine Erweiterung der Diode dar. Zwischen Kathode und Anode ist eine dritte Elektrode,
das sogenannte Gitter, eingebaut, deren Funktion in der Steuerung des Stromflusses besteht. Ab einem
bestimmten negativen Potential kann das Gitter den Elektronenfluss verhindern, da die Elektronen
abgestoßen werden. Bei niedrigen negativen Potentialen hängt der Stromfluss vom Gitterpotential ab. Die
Eigenschaft einer Triode, den Strom zu verstärken, beruht darauf, dass kleine Spannungsänderungen zwischen
Gitter und Kathode große Änderungen in der Anzahl der Elektronen verursachen, die die Anode erreichen.
ENIAC konnte zwar seine Ausgangsdaten von Lochkarten ablesen, aber das Programm zu verändern war
nur möglich, indem man die Drähte auf einer Schalttafel anders steckte.
Die Geschwindigkeit von Vibrationen beträgt in Quecksilber etwa 1000 Meter pro Sekunde, daher braucht
ein Signal in etwa eine Tausendstel Sekunde, um einen Tank von einem Meter Länge zu durchqueren. Indem
man die Impulse eine Millionstel Sekunde lang machte, war es möglich, ca. 1000 Bits (oder ungefähr 128
Bytes) am Beginn des Quecksilbertanks einzugeben, bis sie am Ausgang einzutreffen begannen und von dort
wieder zurückgesendet wurden.
Im Mai 1949 wurde an der Cambrigde University ein Computer mit derartigem Speicher in Betrieb gesetzt.
Aufgrund der Speichertanks benötigte der EDSAC (Electronic Delay Storage Automatic Calculator,
"Delay Storage" bezieht sich auf die zum Speichern verwendeten Quecksilberleitungen) lediglich 3000
Vakuumröhren.
Über die vom verwendeten Quecksilber ausgehende Gesundheitsgefährdung für mit der Anlage beschäftigte
Techniker und Hilfskräfte machte man sich damals übrigens keine Gedanken.
Anstatt mehrere Tage warten zu müssen, bis man die verarbeiteten Ergebnisse erhielt, konnte
der programmierbare PDP seine Ergebnisse gleich mittels einer elektrischen Schreibmaschine
ausdrucken. Er verfügte auch über einen Bildschirm, auf dem jeweils zwölf Zeichen angezeigt werden
konnten.
1975 begann die Firma Intel einen integrierten Chip herzustellen, der einen ganzen Computerprozessor
enthielt. Die ersten Chips, sie verwendeten "Worte" aus vier Bits, wurden 4004 genannt.
Kurz darauf wurden 8080er Chips hergestellt, die "Worte" mit acht Bits verwendeten.
Diese 8080er Chips bildeten die Grundlage für den ersten "Heimcomputer", den Altair.
Der von der Firma MITS (Model Instrumentation Telemetry Systems) hergestellte Altair 8800
wurde im Januar 1975 auf der Titelseite der Zeitschrift Popular Electronics vorgestellt,
woraufhin sich viele Interessenten meldeten. Der Altair, der einen Speicher von rund 4000 Zeichen besaß,
wurde als Baukasten verschickt und die einzige Möglichkeit der Programmierung bestand darin, Schalter zu
verstellen (acht Schalter für ein Byte Programmcode). Die Ausgabe bestand in einer Reihe von acht
winzigen Leuchtdioden.
und
definieren.
und
auf, nämlich
was, einfach
gesagt bedeutet, dass der Zustand 0 auch "ein bisschen 1 ist". Ein besonderer Fall tritt auf, wenn
, dann befindet sich das Q-Bit in einem Zustand genau zwischen
0 und 1, den man mit "JEIN" umschreiben könnte.
= NEIN bedeutet, der Suchalgorithmus befindet sich noch im Ausgangszustand und hat noch nicht mit der
Durchsuchung der Datenbank begonnen. Der Endzustand
= JA bedeutet, dass
die rote Kugel (der entsprechene Datensatz) gefunden wurde. Dazwischen gibt es Überlagerungen
, die anzeigen, "wie sicher es sich bei dem aktuellen
Element um das gesuchte Element handelt".
(Die Einzelheiten des 1997 von Low Gover bei den Bell-Entwicklungslabors entwickelten Algorithmus
sind sehr kompliziert, sodass im Umfang dieser Arbeit nicht genauer darauf eingegangen werden kann.)
Ein entsprechender Prototyp, der fast sicher aus vier Elementen in einem einzigen Schritt das gesuchte
Element heraussuchen kann, ist bereits getestet worden. (Derartige Tests erfolgen als Simulation auf
einem herkömmlichen Computer oder mittels aufwendigster physikalischer Experimente, zum Beispiel
mit Laser.) Ein herkömmlicher Algorithmus würde im Mittel etwas mehr als zwei Schritte benötigen.
Das ist mit folgender Situation vergleichbar:
Im klassischen Algorithmus befinden sich die Kugeln in einer undurchsichigen Kiste und müssen einzeln
daraufhin überprüft werden, ob ihre Eigenschaften mit den gesuchten Eigenschaften übereinstimmen.
Für den Quantenalgorithmus ist die Kiste teilweise durchsichtig und der Computer "sieht"
(zumindest bei vier Elementen) mit einem einzigen Blick, welche Kugel rot ist.